Mittenwald

Nach dem Frühstück sind wir mit dem Zug Richtung Mittenwald aufgebrochen. Die Fahrt war ein wenig skurril. Wir hatten neben der Kinderecke platzgeommen. Ich dachte schon das könnte ein Fehler sein, Kinder sind manchmal anstrengend. Aber es nahm ein zerstreuter älterer Herr mit seinem großen kleinen Sohn Flori platz. Was,n düs? fragt Flori. Willste was? fragt Papa. Ne Kiwi. Ham wir nicht. Magst nen Schuck Limo? Aber nich aussaufen, nur nen Schluck. Gut…..nach einer Weile: Oh, der geht nicht mehr, meint Flori. Hm, meint Papa, dann müssen wir ihn abzwicken. Jetzt bin ich neugierig, ich schau mal rüber. Der Papa holt flux den Nagelknipser aus seiner Hemdtasche und Schwupp der Nagel ist ab, Müllklappe auf und weg. Das passiert noch öfters, das hat mich ja ein wenig an Ekel Alfred erinnert.

Eine Station vor Mittenwald, in Klais sind wir ausgestiegen, um den Rest zu Fuß zu gehen. Wir sind durch die Wiesen gewandert, die gerade von den Bauern gemäht werden. Da müssen immer noch alle mithelfen, Oma, Opa, Tante, Onkel und die Kleinsten fahren auf den Traktor mit. Dann gibt es hier noch die besonderen Buckelwiesen, die sehen sehr lustig aus, lauter Dellen und Beulen. Sind so Absenkungen aus irgendeiner alten Zeit. Um uns rum sind schon die schönsten Berge auch die Zugspitze, tolle Aussicht. Nach gut zwei Stunden hattten wir Mittenwald schon erreicht. Wohnen nun im Hotel Alpenrose, sehr traditionell. Der Ort ist voller Touristen und kleiner Geschäfte und Restaurants. Da ich mir ja nichts kaufen konnte, bei unserem Stadtbummel, bin ich einfach mal zum Friseur gegangen. Die Matte hat mich bei der Hitze sowieso genervt. Bums Haare ab, und hoffentlich nicht mehr so schwitzen.

Jetzt liegen wir wieder im Hotelbett und warten auf den Hunger. Wenn wir den gestillt haben gehen wir noch zum Heimatabend mit live Musik und Schuhplatteln und Bier und alles.

Unser Hotel Alpenrose: